Duisburg hält an Strafverfolgung fest

› Veröffentlicht am 03.06.2026 I Lesedauer ca. 2 Minuten


Bus-und Bahnticket

​Etwa 9.000 Menschen landen jedes Jahr im Gefängnis, weil sie sich ihr Bus- oder Bahnticket nicht leisten konnten, so der Freiheitsfonds. Auch die Kriminologin Nicole Bögelein von der Universität Köln schätzt, dass 8.000 bis 9.000 Menschen pro Jahr im Gefängnis landen - meist, weil sie die Geldstrafen nicht begleichen könnten. Die dadurch entstehenden Haftkosten würden den Staat mit rund 1,6 Millionen Euro jährlich belasten. Städte wie Münster, Köln oder Düsseldorf haben deshalb die Strafverfolgung bereits abgelehnt. Das Ruhrgebiet bleibt bislang zurückhaltend.

Oberbürgermeister fordert klare Regeln für alle

Bundesweit wird im Frühjahr 2026 über eine mögliche Entkriminalisierung debattiert. Auch in Duisburg entfacht eine emotionale Diskussion: Oberbürgermeister Sören Link (SPD) spricht sich für eine einheitliche Linie aus: "Wer schwarz fährt, fährt auf Kosten aller."