Neue Stromtrasse unter dem Rhein nimmt Form an

› Veröffentlicht am 01.05.2026 I Lesedauer ca. 2 Minuten 


Zwischen Voerde und Rheinberg hat ein Großprojekt der Energiewende die letzte Hürde genommen: Netzbetreiber Amprion will neue Erdkabel durch den Rhein verlegen. Jetzt ist nur noch der Klageweg möglich.

Zwischen Voerde und Rheinberg sollen neue Erdkabel den Rhein durchqueren. Netzbetreiber Amprion will hier die Stromleitungen auf 380 Kilovolt erhöhen. Jetzt hat die Bezirksregierung grünes Licht gegeben. Ab heute liegt der Planfeststellungsbeschluss öffentlich aus. Nur noch innerhalb eines Monats kann noch Klage eingereicht werden. Die Verlegung der Kabel durch den Rhein ist die größte Herausforderung der Stromautobahn von Wesel nach Osterrath. Insgesamt umfasst sie 53 Kilometer.

Die neue Stromtrasse ist nötig, um die beschlossene Energiewende in Deutschland umzusetzen. Der in Norddeutschland gewonnene Strom soll in den Süden transportiert werden. Zwischen Voerde und Rheinberg wird die Leitung in einem Tunnel unter dem Rhein verlegt. 2030 wird mit der Fertigstellung gerechnet. Während der Arbeiten sollen deshalb übergangsweise neue Freileitungen die Stromversorgung stabil halten.