Gedenken an Unfalltote mit weißen Kreuzen

› Veröffentlicht am 01.05.2026 I Lesedauer ca. 4 Minuten


Im Kreis Kleve sterben viele Menschen bei Verkehrsunfällen. Nun wurden erneut "Weiße Kreuze" zur Mahnung aufgestellt.

Sie sei ein bisschen traurig, sagt eine Frau zu einer anderen. Dabei wischt sie sich Tränen vom Gesicht, dann nehmen sie sich in den Arm. Am 13. September vergangenen Jahres haben sie Angehörige bei einem schweren Unfall verloren.

Bei dem verheerenden Verkehrsunfall auf der Triftstraße in Bedburg-Hau sind drei Menschen ums Leben gekommen. Der 28-jährige Fahrer verstarb sofort im Auto, die beiden Insassen - ein 49-jähriger Mann und ein 15-jähriger Junge wurden aus dem Auto geschleudert und verloren noch an der Unfallstelle ihr Leben.

14 neue "Weiße Kreuze"

Genau an der Stelle erinnern nun drei "Weiße Kreuze" an die Verstorbenen. Die Polizei hat sie mit Landrat Christoph Gerwers am Mittwoch bei einem gemeinsamen Gedenken im Beisein von rund einem Dutzend Angehöriger installiert. Seit 2003 gibt es das Projekt "Weiße Kreuze". Es wurde von der Kreispolizei Kleve ins Leben gerufen.

Die Aktion ist Teil einer jährlichen Initiative. Sie soll auf die Folgen von Verkehrsunfällen aufmerksam machen und zur Rücksicht mahnen. Es sind die ersten von insgesamt 14 weiteren "Weißen Kreuzen" in Bedburg-Hau.