Capri Sun (Capri Sonne)

› Veröffentlicht am 27.04.2026 I Lesedauer ca. 4 Minuten


Seit 2024 kämpft Capri-Sun dafür, den Papier- wieder gegen einen Plastikstrohhalm zu tauschen. Eine Petition dafür ist nun gescheitert. Doch die Firma gibt nicht auf.

Eine Million Unterschriften wollte der Trinkbeutel-Hersteller Capri-Sun aus Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) mit einer Online-Petition sammeln. Das Ziel: die Rückkehr zum Plastikstrohhalm mit der entsprechenden Genehmigung durch die EU. Eineinhalb Jahre nach dem Start der Aktion zeigt sich allerdings, das Interesse der Verbraucher hält sich in Grenzen. Weniger als 169.000 Unterschriften registrierte die Plattform Change.org, wie kürzlich auch der SWR berichtete. "Die Petition wird aktuell nicht weiter aktiv durch uns beworben", teilte das Unternehmen mit. Doch Capri-Sun verfolge sein Ziel weiter. Umwelt- und Verbraucherschützer schlagen Alarm. Wegen eines Verbots der Europäischen Union (EU) von Einwegplastikprodukten verwendet Capri-Sun seit 2021 Papierstrohhalme an seinem klassischen Trinkbeutel. Seither gibt es demnach Kritik von Verbrauchern: Der Papierstrohhalm lasse sich schlechter einstecken, werde weich und führe zu einem Papiergeschmack beim Trinken, hieß es bereits in der Vergangenheit. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben den Papierstrohhalm deswegen bereits mehrfach überarbeitet.

Es bestehe ein "konstruktiver Austausch" mit der Europäischen Kommission, teilte das Unternehmen nun mit. Während die EU 2019 Einwegplastikprodukte wie Trinkhalme verboten habe, wolle sie mit der neuen EU-Verpackungsverordnung die Recyclingfähigkeit von Verpackungen erhöhen, kritisiert Capri-Sun. Das Unternehmen will demnach den Strohhalm aus dem gleichen Material herstellen wie den Trinkbeutel: dem Kunststoff Polypropylen. Damit könne das ganze Produkt besser recycelt werden, argumentiert Capri-Sun.