Zuckersteuer

› Veröffentlicht am 29.04.2026 I Lesedauer ca. 4 Minuten


Softdrinks wie Cola, Eistee oder Limo können krank machen. Die Bundesregierung plant nun eine Abgabe auf süße Getränke. Vor allem, um die Krankenkassen zu sanieren.

Seit Jahren wird über eine Zuckersteuer auf süße Getränke diskutiert. Vor allem Gesundheitsverbände und -experten hatten immer wieder auf die Gefahren für den menschlichen Körper hingewiesen. Doch anders als etwa Großbritannien hat sich die Bundesregierung bislang schwer getan mit dieser Idee.

Jetzt besteht Handlungsbedarf - wegen der finanziell angeschlagenen Krankenkassen - und nun soll hierzulande eine neue Regelung kommen. Am Dienstag wurde bekannt, dass sich die Bundesregierung auf die Einführung einer Abgabe auf zuckerhaltige Getränke ab 2028 geeinigt haben soll.

Eine von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) beauftragte "Finanzkommission Gesundheit" hatte Ende März einen ersten Bericht dazu vorgelegt, wo und wie in der Gesundheitsversorgung eingespart werden könnte. Unter den 66 Vorschlägen der Kommission war auch die Idee einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke - wie Cola, Limo oder Eistee. Vorgeschlagen werden 26 Cent pro Liter, wenn mehr als fünf Gramm Zucker auf 100 Milliliter enthalten sind und 32 Cent bei mehr als acht Gramm.

Die Einnahmen sollen den gesetzlichen Krankenversicherungen zufließen. Deshalb handelt es sich um eine zweckgebundene Abgabe und keine Steuer. Das geht aus dem neuen Gesetzentwurf für die Krankenkassenreform hervor, der am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll.