Das Glasfasernetz im Kreis Wesel soll weiter ausgebaut werden. Land und Bund fördern den Ausbau. Wie es in Moers, Dinslaken und Wesel weitergeht.

› Veröffentlicht am 07.08.2026 I Lesedauer ca. 4 Minuten


Der Glasfaserausbau im Kreis Wesel geht weiter voran: Der Kreis Wesel und die Enni Stadt & Service Niederrhein AöR, eine hundertprozentige Tochter der Stadt Moers, erhalten insgesamt rund 18 Millionen Euro von Bund und Land. Das teilt die Bezirksregierung Düsseldorf am Donnerstagabend mit.

Mit den Mitteln sollen weitere Haushalte und Unternehmen an leistungsfähige Glasfasernetze angeschlossen werden, heißt es seitens der Behörde. Die Förderbescheide hat Regierungspräsident Thomas Schürmann am Donnerstag in Moers übergeben.

Im Kreis Wesel sollen Versorgungslücken geschlossen werden

„Mit der Förderung schließen wir gezielt Versorgungslücken und schaffen eine leistungsfähige digitale Infrastruktur für die Menschen und Unternehmen im Kreis Wesel. Gerade dort, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau derzeit nicht möglich ist, sorgen Bund und Land gemeinsam dafür, dass auch diese Gebiete von schnellen und zukunftsfähigen Internetverbindungen profitieren“, wird Regierungspräsident Thomas Schürmann in der Mitteilung der Bezirksregierung zitiert.

Der Kreis Wesel erhält demnach 4,8 Millionen Euro aus Landesmitteln. Hinzu kommen rund sieben Millionen Euro vom Bund. Damit fließen knapp 12 Millionen Euro in den weiteren Ausbau in den Gemeinden Alpen und Sonsbeck sowie in den Städten Dinslaken und Wesel. Bis Mitte 2027 sollen dort rund 1.500 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt werden, heißt es. Nach Abschluss der Arbeiten können laut Bezirksregierung rund 1.600 Haushalte und etwa 240 Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Landrat Ingo Brohl begrüßt die Förderung: „Schnelles Internet ist ein Standortfaktor. Mit dem Kofinanzierungsbescheid des Landes können wir den Ausbau in Alpen, Dinslaken, Sonsbeck und Wesel unter Federführung des Kreises und in Moers unter Federführung der Enni weiter vorantreiben. Damit beseitigen wir die sogenannten Grauen Flecken und schließen die Lücken für ein schnelles Glasfasernetz in den geförderten Kommunen in unserem Niederrheinkreis.“