SPECIAL I TASCHENLAMPEN


Welche Taschenlampe zu welchem Einsatzzweck?

Wer kennt es nicht. Einen Spontankauf einer Taschenlampe im Discounter. Man ist dazu geneigt bei Angeboten zuzugreifen, aber ein genauer Blick kann im Bedarfsfall viel Ärger und Enttäuschung vermeiden. Für den Haushalt oder ein Klingelschild zu suchen reicht die Leuchtkraft eventuell, aber für mehr Einsätze mit großen Umfang sind die Leuchtmittel weniger geeignet. Abgesehen von dieser Tatsache kauf man Mengen an Batterien, die zusätzliche hohe Kosten verursachen und wenig Ressourcen schonend sind.

Vergleichbar mit der Taschenlampe vom Handy. Für kurze Augenblicke mit wenig Entfernung kann man diese Leuchtmittel praktisch nutzen, geht es aber an das Eingemachte, bei dem mehr oder viel Licht benötigt wird, versagen diese Hilfsmittel.

Abbildung: Taschenlampe aus dem Discounter

Für den Hausgebrauch mit wenig Leuchtstärke


Einsatz-Zweck

Eine Taschenlampe ist eine tragbare Lichtquelle, üblicherweise eine batteriebetriebene Lampe. In der Vergangenheit waren Taschenlampen mit Glühlampen als Leuchtmittel ausgestattet, heutzutage verwenden die meisten von ihnen jedoch LEDs. Diese bieten eine bessere Leistung bei gleichzeitig  geringerem Stromverbrauch.

Für besondere Situationen und berufsspezifische Anwendungen sind Taschenlampen mit zusätzlichen Funktionen wie Stroboskop- oder UV-Licht ausgestattet oder eignen sich beispielsweise für den Gebrauch unter Wasser. Somit sind viele verschiedene Designs erhältlich, während neue Modelle immer kompakter und leistungsstärker werden.

​Geschichte

Schon immer hatten Menschen einen Bedarf an tragbaren Lichtquellen, was im Laufe der Geschichte zur Entwicklung von Kerzen zu Öllampen und Kerosinlampen führte. Diese Beleuchtungsmethoden sind jedoch potenziell gefährlich, da sie eine Flamme als Lichtquelle verwenden. Die Erfindung der Glühbirne und der Trockenbatterie Ende des 19. Jahrhunderts bot eine probate Lösung für dieses Problem.

1888 erfand der deutsche Arzt Carl Gassner die sogenannte Trockenbatterie, ähnlich den heutigen AA-Batterien. Gegenüber Nassbatterien hatte sie den erheblichen Vorteil, dass sie ungeachtet der Lage und Position funktionierte und nicht so leicht  zerbrechen oder verschütten konnte. Ab 1896 produzierte die National Carbon Company sie für den Endverbrauchermarkt. Drei Jahre später entwickelte der britische Erfinder David Misell das erste Modell einer modernen Taschenlampe.


Funktion

 

Eine Taschenlampe besteht in aller Regel aus nur sehr wenigen Teilen. Das Gehäuse beinhaltet zunächst alle innenliegenden Teile. Dabei kann es über besondere Eigenschaften verfügen und zum Beispiel wasserdicht oder beständig gegenüber gefährlichen Chemikalien sein.

Die elektrischen Bauteile umfassen eine Stromquelle, einen Schalter und natürlich das Leuchtmittel, eine LED bzw. Glühlampe. Das Gehäuse beinhaltet in der Regel auch eine Linse und einen Reflektor, welche über der Lichtquelle angebracht sind und dem Bediener so die Möglichkeit bieten, den Lichtstrahl durch Fokussierung einzustellen.

Als Stromquelle dient in aller Regel eine Trockenbatterie, z.B. AA- oder AAA-Batterien, aber auch wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterien erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Noch größere Unabhängigkeit verschafft eine Dynamo-Taschenlampe, deren Batterie per Kurbel unabhängig vom Stromnetz aufgeladen werden kann.

Berufsgruppen

 

Taschenlampen werden von vielen verschiedenen Arbeitskräften tagein, tagaus verwendet. Dabei müssen sie hohen Ansprüchen genügen, um den Nutzer in brenzligen Situationen nicht im Stich zu lassen – insbesondere, wenn es sich dabei um Taschenlampen für Polizei, Taucher oder andere Berufsgruppen handelt, die auf eine zuverlässige, tragbare Lichtquelle angewiesen sind, um dunkle Bereiche einzusehen. Zudem werden sie manchmal dazu verwendet, Angreifer vorübergehend außer Gefecht zu setzen, indem direkt in ihre Augen geleuchtet wird, oder um festzustellen, ob Personen unter Drogeneinfluss stehen oder unter Orientierungsverlust leiden.

Andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie stellen ebenfalls hohe Ansprüche an Taschenlampen. Dabei dienen sie selbstverständlich der Sicherheit und der Sichtbarkeit, können aber auch mit farbigen Linsen ausgestattet sein, zum Beispiel rote, mit deren Hilfe Jäger in die Nachts sehen können, ohne die Dunkeladaption der Augen zu verlieren.

Akkus zur Stromversorgung

Seit ihrem Aufkommen haben sich Akkus stark weiterentwickelt. Insbesondere Lithium-Ionen-Akkus werden immer beliebter. Sie können viele Male aufgeladen werden, wobei eine Aufladung sehr lange Zeit hält. Andere wiederaufladbare Batterien, darunter Nickel-Metallhydrid (NiMH) und Nickel-Cadmium (NiCd), wurden früher ebenfalls weitläufig eingesetzt. Seit 2017 unterliegt der Gebrauch von NiCd-Akkus jedoch einem EU-weiten Verbot.

Viele neuere Akku-Taschenlampen verfügen inzwischen über Batterien, deren Ausbau nicht vorgesehen ist und werden über einen Ladeanschluss aufgeladen (z.B. Mikro-USB). Taschenlampen dieser Art bieten für gewöhnlich hohe Performance, während ihr Akku wieder und wieder aufgeladen werden kann.

Große Batterien sind ebenfalls immer noch im Einsatz, obwohl sie inzwischen wesentlich seltener verwendet werden als früher. So sind zum Beispiel die sehr großen Taschenlampen mit 6V-Batterien aufgrund ihrer Größe, der großen Fläche, die sie ausleuchten können, und aufgrund des Betriebs mit einer Batterie über lange Zeit hinweg noch immer sehr beliebt.


Lumenhöhe & Übersicht

 

0,5 bis 19 Lumen

Diese Lichtmenge reicht vollkommen für Spaziergänge im Dunkeln aus oder um das Schlüsselloch zu finden.

20 bis 35 Lumen

Eine Helligkeit, wie sie oftmals für den Heimgebrauch, im Büro oder in der Garage benötigt wird.

36 bis 100 Lumen

Ideal für Außen​aktivitäten, zum Beispiel Campieren oder Zelten.

101 bis 1.000 Lumen


In diesem Bereich bewegt sich vor allem der Helligkeitsgrad der Taschenlampen, die BOS verwenden.

Mehr als 1.000 Lumen

Extrem hell - für Suchtrupps und Rettungseinsätze und extreme Outdoor-Aktivitäten wie Höhlenwandern.

Empfehlung und Firmen

 


​Die hochwertigsten Taschenlampen mit Preisen ab 80,- Euro/ Stück kann man bei den Firmen: Nitecore, Ledlenser, Klarus, Olight oder Nextorch käuflich erwerben. Letztere stellt auch Leuchtmittel für die Polizei zur Verfügung.

Lampen der Firmen Varta sind weniger aufgrund der Leuchtkraft zu erwähnen.