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Hochwasser

Jahrhunderthochwasser


Aktuelle Hochwasserlage in den Regionen

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Situation & Chronik  

  

Der Deutsche Wetterdienst...

Warnt weiterhin für große Teile Süddeutschlands vor ergiebigem Dauerregen. Besonders im Bereich zwischen dem Bodensee, Alpen, München und Ostalbkreis müssen die Menschen mit extremen Unwetter rechnen. 


Hier gilt die höchste Warnstufe.


Gerade im Gebiet einiger Bodensee- und Donau-Zuflüsse besteht laut Hochwasserzentralen große Hochwasser-Gefahr.

Aufgrund der Situation wurde jetzt der -Arbeitsstab Hochwasser- in Bayern errichtet.


Gefährdungspotential

  

Mögliche Gefahren bei Hochwasserlagen



Das Wasser kann Gebäude, Wege, Brücken oder Dämme fluten und unterspülen
Mitgeführtes Treibgut ist gefährlich; 
genauso wie Öl, das meist aus  überfluteten
Heizöltanks ins Wasser gelangt. 
Auch belasteter Schlamm und Fäkalien, 
die die Fluten mitführen, 
bergen ein Risiko für die  Gesundheit und Umwelt.

   

Situation & Chronik     

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Die Burg Falkenstein im oberbayerischen Flintsbach ist durch den anhaltenden Starkregen laut Experten in einem erheblichen Umfang beschädigt worden. Zu diesem Ergebnis kamen ein Statiker und ein  Architekt, die sich den Schaden an der teilweise abgerutschten Burg am  Dienstag angesehen haben, wie ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim  am Mittwoch mitteilte. Im Laufe des Mittwochs sollte nun noch ein  Geologe den Untergrund prüfen. Eine erste Untersuchung ergab demnach, dass die Burgmauer nicht durch einen  Murenabgang zerstört wurde. Stattdessen sollen herabstürzende  Wassermassen einen erheblichen Teil der Burgmauer niedergedrückt und  hangabwärts geschwemmt haben.


(Feuerwehren, Rettungsdienste und Bundeswehr haben alle Hände voll zu tun !)

   

Hochwasser auch am Niederrhein   

(Nur mit Boot befahrbar aufgrund der Wassermengen !)

Auch am Niederrhein ist das Hochwasser präsent !

Camper auf dem Campingplatz Grav Insel in Wesel Flüren müssen den Tagesplatz räumen. Auf der Seite des Erholungszentrums wird vor Hochwassers gewarnt. Die anhaltenden Regenfälle lassen den Wasserpegel  im Rhein und in den Rheinauen stetig steigen. Um jedes Risiko zu vermeiden müssen Camper und Besucher den Tagesplatz bis zum Abend räumen. Zuletzt stand im Januar eine Räumung des Campingplatz im Raum, auch da war Hochwasser der Grund.


Viele Probleme und Einsatzlagen  

Notlagen in vielen Gemeinden  


Mehrere Kommunen rufen den Katastrophenfall aus, einige Orte melden Dammbrüche

- Ein Feuerwehrmann wurde bei einem Einsatz tot geborgen, ein weiterer Feuerwehrmann wird vermisst

-Eine 43-jährige Frau ist im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen in den  Wassermassen ums Leben gekommen. Die Frau war im Keller eines Mehrfamilienhauses von den Fluten überrascht  worden.

- Alten- und Pflegeheim in Lauingen wird evakuiert

- Mehrere Ortschaften nahe der Donau und der Schmutter im schwäbischen Landkreis Donau-Ries müssen evakuiert werden.

- In 30 Orten in Schwaben ist der Strom ausgefallen, das berichtet der BR unter Berufung auf den Netzbetreiber LEW

- Rettungskräfte belastet durch Hochwassertourismus 


Auswirkungen  


Trinkwasser in Gemeinden im Rems-Murr-Kreis und Ostalbkreis muss abgekocht werden

Die vielen Regenfälle haben Auswirkungen auf die Menschen im  Rems-Murr-Kreis und im Ostalbkreis: In mehreren Teilorten der Ortschaften Alfdorf, Kaisersbach und Gschwend muss wegen einer  Verunreinigung durch Regenwasser ab sofort das Trinkwasser abgekocht werden. Entsprechende Warnungen kamen vor wenigen Minuten auch über die Warn-App Nina. 

Kreis Dillingen ruft als neunte Kommune in Bayern Katastrophenfall aus
Wegen der ununterbrochenen Regenfälle hat nun auch das Landratsamt Dillingen den Katastrophenfall ausgerufen. Am Abend spitzte sich die Hochwasserlage an der Zusam zu, einem Zufluss der Donau, wie die Behörde mitteilte. Der örtliche Krisenstab forderte bei der Bundeswehr Hilfe  an. Die Fachleute erwarten an dem kleinen Fluss ein hundertjähriges Hochwasser, das vor allem die nahen Orte Buttenwiesen und Wertingen treffen könnte.                              

Verschärfte Lage 


Weitere Bewohner in Meckenbeuren sollen Häuser verlassen                                                                                                        

In Meckenbeuren-Brochenzell sind Bewohner mehrerer Straßen gebeten worden, vorsorglich noch vor Einbruch der Dunkelheit ihre Häuser zu verlassen. Laut Gemeindeverwaltung könnten weitere Straßen in den kommenden Stunden folgen. Anwohner werden gebeten, ihre Häuser nur zusammen mit den  Einsatzkräften zu verlassen, weil die Strömung des Wassers stark ist. Notunterkünfte stehen bereit. "Das Wasser kann auch in der Nacht weiter steigen. Deshalb haben wir uns entschlossen, noch einmal eindrücklich an die Bewohner zu appellieren ihre Häuser zu verlassen", so Bürgermeister Georg Schellinger (parteilos). Verletzte habe es bisher aber keine gegeben.

Verschärfte Lage in Bayern
Menschen aus überfluteten Häusern gerettet                                                                                                                              

Vorsorgemaßnahmen

Haus-Auto-im Freien


Verhalten bei Hochwasser !

Im Haus

  • Prüfen Sie zunächst, ob Ihre Vorsorgemaßnahmen ausreichen.
  • Überprüfen Sie Rückstauklappen im Keller bevor das Wasser gestiegen ist. Halten Sie sich während des Hochwassers nicht im Keller auf, das ist lebensgefährlich.
  • Dichten Sie Fenster und Türen sowie Abflussöffnungen ab.
  • Schalten Sie elektrische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, ab. Denken Sie an die Stromschlaggefahr. Schalten Sie den Strom gegebenenfalls komplett aus (Sicherung raus).

Im Auto

  • Fahren Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen.
  • Achtung! Tiefgaragen können bei Hochwassergefahr zu tödlichen Fallen werden.
  • Fahren Sie nicht durch überflutete Straßen. Wasser im Motorraum macht viel kaputt. Der Katalysator mit einer Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zerspringt bei plötzlicher Abkühlung durch Wasser.
  • Lassen Sie Ihr Fahrzeug abschleppen, wenn es bis über die Räder im Wasser steht.

Retten Sie Leben

  • Helfen Sie anderen, aber bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
  • Bringen Sie Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit.
  • Fahren Sie wegen der Wellenbildung und der Gefahr von Unterwasserhindernissen nicht in überflutenden Gebieten mit Booten oder anderen Fahrzeugen unnötigerweise „spazieren“.
  • Betreten Sie keine Uferbereiche wegen der Gefahr von Unterspülungen oder Abbrüchen. Überflutete oder teilüberflutete Straßen dürfen nicht befahren werden.
  • Beachten Sie die Anweisungen und Absperrungen der Einsatzkräfte.

   

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Deutscher Wetter Dienst     

Warnstufen im Detail 



Folgende Warnstufen werden dabei vom DWD genutzt:

  • Stufe 1: amtliche Warnungen (Gelb) – die Wetterentwicklung ist nicht ungewöhnlich, es können aber wetterbedingte Gefährdungen auftreten
  • Stufe 2: amtliche Warnung vor markantem Wetter (Orange) – es können vereinzelt oder örtlich wetterbedingte Schäden auftreten
  • Stufe 3: Amtliche Unwetterwarnung (Rot) – die erwartete Wetterentwicklung ist sehr gefährlich, es können verbreitet Schäden auftreten
  • Stufe 4: Amtliche Warnung vor extremem Unwetter (Violett) – extrem gefährliche Wetterentwicklung erwartet, es können lebensbedrohliche Situationen entstehen und große Schäden sowie Zerstörungen auftreten